Lattenrost richtig einstellen

Nachdem du ein neues Lattenrost gekauft hast musst du es einstellen. Um einen Lattenrost richtig einzustellen sollte man vorher seine bevorzugte Schlafposition kennen. Falls man sich darüber nicht sicher ist, kann man seinen Partner fragen.

Arten von Verstellschiebern

Ein Lattenrost lässt sich häufig über die Verstellschieber einstellen. Davon gibt es zwei unterschiedliche Arten: O-Schieber und T-Schieber.

O-Schieber

Wie ein Ring umfasst der O-Schieber gleichzeitig eine Leiste des Lattenrostes und eine Hilfsleiste. Je nach Stellung des O-Schiebers wird der vom Körper auf den Lattenrost einwirkende Druck übertragen.

Aufeinanderliegende Leisten

Es gibt Lattenroste, bei denen die Leisten im Lattenrost besonders im Mittelbereich direkt übereinander liegen. Bei diesen Leisten ist nur die obere Leiste direkt mit dem Lattenrost verbunden. Die O-Schieber umfassen sowohl die obere als auch die untere Leiste. Durch Verschieben der O-Schieber lässt sich die Härte jeder einzelnen Leiste einstellen. Wird der O-Schieber nach außen zum Rand des Lattenrostes geschoben, liegen die beiden Leisten doppelt und werden damit fester. Wenn Sie es lieber weicher hätten, müssen Sie die O-Schieber weiter in die Mitte schieben.

Getrennte Leisten

Bei den getrennten Lattenrosten ist zwischen den übereinander liegenden Leisten ein Abstand. Die Härte des Lattenrostes wird ebenfalls über die O-Schieber eingestellt, aber genau umgekehrt wie bei den übereinander liegenden Lattenrosten: Befinden sich die Schieber außen am Lattenrost, ist dieser weicher. Sind die O-Schieber dagegen weiter in der Mitte, ist der Lattenrost an dieser Stelle härter.

T-Schieber

Die T-Schieber verbinden zwei nebeneinander liegende Leisten des Lattenrostes mit einer dritten Leiste, die unterhalb dieser beiden ist. Der Schieber überträgt die Kraft, die per Gewicht auf den Leisten lastet, nach unten. Je weiter der T-Schieber in die Mitte des Lattenrostes geschoben wird, desto härter wird der Lattenrost.

Lattenrost Einstellungen

Rückenschläfer

Auch wenn sich die meisten Menschen in jeder Nacht immer wieder drehen, gibt es doch häufig eine Tendenz zu einer ganz bestimmten Lage. Schlafen Sie vorzugsweise auf dem Rücken? Dann sollte der Lattenrost dort, wo Ihr Becken aufliegt, möglichst weich und nachgiebig eingestellt sein. Die nachgiebigste Stelle sollte sich dort befinden, wo Sie mit Ihrem Becken liegen. Wie weit Sie die Schieber nach außen schieben, hängt dabei von Ihrem persönlichen Gewicht ab. Je schwerer Sie sind, desto weiter außen sollten sich die O-Schieber befinden. Bei den T-Schiebern gehen Sie umgekehrt vor: Diese sollten sich in der Mitte des Lattenrostes, also dort, wo Ihr Becken aufliegt, weiter außen befinden.

Seitenschläfer

In Seitenlage sollte nicht nur der Bereich des Beckens, sondern auch der Bereich Ihrer Schulter möglichst weich gebettet sein. Die Einstellung der Schieber für den Lattenrost ähnelt der Einstellung für den Rückenschläfer: Während der Bereich der Taille gut gestützt werden sollte, kann der Bereich des Beckens weicher eingestellt werden, damit dieser einsinken kann. Das Gleiche gilt für den Bereich der Schultern. Bei einem Lattenrost mit O-Schiebern gehen Sie wie beim Rückenschläfer vor und stellen lediglich die O-Schieber im oberen Bereich etwas enger zusammen. Haben Sie dagegen einen Lattenrost mit T-Schiebern, ähnelt das Einstellmuster einem X: Die oberen und unteren T-Schieber sind am Rand des Lattenrostes, während sich die mittleren T-Schieber relativ nahe an der Leistenmitte befinden.

Bauchschläfer

Stellen Sie als Bauchschläfer Ihren Lattenrost so ein, dass dieser in allen Bereichen möglichst hart und fest ist. Die T-Schieber sollten sich dafür in der Mitte des Lattenrostes, O-Schieber dagegen an der Seite befinden. Ist die Oberweite sehr ausgeprägt, sollte der Bereich des Lattenrostes, auf dem die Brust liegt, etwas weicher eingestellt sein. Bei O-Schiebern bildet das „V“ damit im oberen Bereich einen kleinen Bogen, bei T-Schiebern sind die in der Mitte befindlichen Schieber etwas weiter auseinander gestellt. Haben Sie dagegen einen größeren Bauchumfang, sollten Sie den Lattenrost im Bauchbereich weicher einstellen.

Menschen mit Hohlkreuz

Für Menschen mit Hohlkreuz sollte besonders der Bereich, in dem die Schultern liegen, ausreichend stabil und fest sein. Der Bereich, in dem sich das Becken auf dem Lattenrost befindet, kann dafür etwas weicher gestaltet werden. Damit wird der obere Rücken gut gestützt, während das Becken etwas mehr einsinken kann.

Menschen mit Lenden und Bandscheiben Beschwerden

Bei Problemen an der Lendenwirbelsäule oder den Bandscheiben sollten Sie gerade den Schulterbereich gut stützen und entsprechend härter einstellen. Bei den O-Schiebern werden diese weit nach außen und bei den T-Schiebern nach innen geschoben. Je weiter es nach unten geht, desto weicher wird der Lattenrost eingestellt – immer ein kleines Stückchen mehr. Dank dieser Abstufungen kann der Lenden- und Beckenbereich nicht zu sehr absacken, ist aber trotzdem weich und nachgiebig gebettet. Die O-Schieber auf dem Lattenrost bilden im unteren Bereich ein leicht offenes „V“, während die oberen O-Schieber ganz am Rand des Lattenrostes platziert werden. Bei einem Lattenrost mit T-Schiebern sieht die richtige Einstellung für Probleme an der Bandscheibe oder Lendenwirbelsäule wie ein umgedrehtes „V“ aus.

Höhenverstellbares Lattenrost Einstellungen

Neben den bisher genannten O- und T-Schiebern zur Einstellung verfügen manche Lattenroste über Leisten, die sich in der Höhe verstellen lassen. Diese befinden sich in der Mitte des Lattenrostes. Werden sie angehoben, stützen sie den Bereich der Lordose Krümmung an der Wirbelsäule. Die meisten dieser höhenverstellbaren Leisten können in fünf Stufen eingestellt werden:
Stufe 1: Die Leiste ist nicht angehoben, sondern liegt auf dem Rahmen des Lattenrostes.
Stufe 2 – 4: Hier liegen die Leisten in mittleren Positionen. Je höher die Leiste angehoben wird, desto härter erscheint diese Stelle des Lattenrostes. Probieren Sie am besten einfach aus, welche Position Sie als angenehm empfinden.
Stufe 5: Die Leiste steht auf der maximal möglichen Höhe und sorgt für einen festen Halt.

Lordosenstütze

Haben Sie ein Hohlkreuz, sollten Sie diese Leisten so hoch einstellen, dass Ihre Wirbelsäule in jeder Lage gut gestützt wird. Falls es für Sie angenehm ist, können Sie die mittlere Leiste auf Stufe fünf einstellen und die Leisten ober- und unterhalb der eigentlichen Stütze etwas niedriger. Wie bei den anderen Lattenrosten kann auch die Härte der einzelnen Leisten mit Hilfe der Schieber eingestellt werden. Während der Bereich der Lordosenstütze möglichst hart (O-Schieber an den Rand des Lattenrostes, T-Schieber in der Mitte des Lattenrostes anordnen), sollte der Schulter- und Beckenbereich etwas weicher eingestellt werden.

Breite Schultern

Wenn Sie bevorzugt in Seitenlage schlafen und gleichzeitig über breite Schultern verfügen, sollten Sie sämtliche Leisten der Lordosenstütze auf der zweiten Stufe arretieren. Die übrigen Schieber stellen Sie so ein, dass die mittlere Lordosenstütze möglichst fest und anschließenden Seiten oben und unten etwas weicher eingestellt sind.

Schulterschmerzen

Werden Sie von chronischen Schmerzen an der Schulter geplagt, sollten Sie die Leiste, welche den Übergang zur Schulterpartie darstellt, möglichst weich auf Stufe zwei oder drei stellen. Die anschließend folgende Leiste ein kleines Stückchen höher und die mittlere Leiste auf die höchste Position. Damit gewährleistet der Lattenrost auch bei der Einstellung für schmerzende Schultern noch eine ausreichende Unterstützung der Lordosepartie. Sämtliche Einstellungen sind selbstverständlich nur als Richtlinie zu verstehen. Probieren Sie einfach unsere Empfehlungen und überprüfen Sie, ob Sie mit diesen gut zurechtkommen.

Lattenrost Einstellung prüfen

Stellen Sie die Schieber an Ihrem Lattenrost so ein, dass es Ihrer gewohnten Schlafposition entspricht. Anschließend können Sie ausprobieren, ob die Einstellung für Sie bequem ist. Dafür legen Sie die Matratze zurück auf den Lattenrost und sich selbst darauf. Sobald Sie Ihre gewohnte Schlafposition eingenommen haben, bitten Sie einen Helfer, unter Ihre Lendenwirbelsäule seine flache Hand zu schieben. Ist dort nur wenig Raum, wird Ihre Wirbelsäule gut gestützt. Sie können Ihren Helfer aber auch bitten, den geraden Verlauf Ihrer Wirbelsäule mit einem Besenstiel zu überprüfen. Anschließend sollten Sie die kommende Nacht auf Ihrem richtig eingestellten Lattenrost verbringen. Falls es nötig sein sollte, können Sie am nächsten Tag nachjustieren.